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Freitag. 16. August 2019

Arbeitgeber: Bei Bildungsanstrengungen nicht nachlassen

Das Saarland hat beim Bildungsmonitor der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) einen großen Sprung nach vorne gemacht. In der aktuellen Auswertung auf Basis von Daten aus dem Jahr 2017 belegt das Land den vierten Platz. Sechs Jahre zuvor lag das Saarland noch auf Platz 15 der Bundesländer.  Positiv bewerten die INSM-Forscher demnach, dass nur wenige Schüler eine Klasse wiederholen, die Bildungsausgaben pro Grundschüler hoch sind, die Grundschulen eine gute Schüler-Lehrer-Relation haben und der Einfluss der sozialen Herkunft der Schüler auf ihre Bildung gering ist. Außerdem weise das Saarland eine hohe Habilitations- und Promotionsquote auf.

 „Die Ergebnisse, die das Saarland im Bildungsmonitor der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft erzielt hat, sind höchst erfreulich“, sagt Jens Colling, Geschäftsführer der Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände (VSU). „Bildung ist die wichtigste Grundlage für eine erfolgreiche Gesellschaft.“

Nun gelte es, in den Anstrengungen für gute Bildung nicht nachzulassen. „Gerade im Bereich der Kinderbetreuung gibt es noch viel Potenzial“, sagt Colling. Hier fehlt es auf der einen Seite an ausreichend Betreuungsplätzen, wodurch viele Frauen in ihrer Berufstätigkeit eingeschränkt sind, auf der anderen Seite mangelt es am Personal: Im Bereich der Kindertageseinrichtungen liegt das Saarland der Studie zufolge mit einem Anteil hochqualifizierten Personals von nur 3,9 Prozent am Gesamtpersonal deutlich unter dem Bundesschnitt von 7,1 Prozent.

Und auch in Sachen Internationalisierung hat das Saarland nach Ansicht von Colling noch Nachholbedarf: Der Anteil der Grundschüler, die in Fremdsprachen unterrichtet werden, lag der Studie zufolge im Saarland mit 46,1 Prozent weit unter dem Bundesschnitt von 65,7 Prozent. „Fremdsprachen werden im beruflichen Leben immer wichtiger“, sagt Colling. Ein frühzeitiger Spracherwerb, der im Kindesalter auch noch spielerischer möglich ist, sei auch sinnvoll für den Standort, der sich unter anderem mit der Frankreich-Strategie eine Internationalisierung auf die Fahne geschrieben hat.

In diesem Zusammenhang fordert der Arbeitgeberverband auch, die Pläne für eine Internationale Schule im Land zügig umzusetzen. „Über die Ansiedlung des Helmholtz-Zentrums für IT-Sicherheit und weitere in diesem Umfeld geplante Institute haben wir die einmalige Chance, internationale Fachkräfte und Forscher im Saarland anzusiedeln“, sagt Colling. Ohne eine adäquate Schule werde dies aber kaum möglich sein. 

Rückfragen gerne an:
Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände e. V.
Joachim Wollschläger
Kommunikation
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Mobil: 0172 685 96 56
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