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Dienstag. 05. November 2019

VSU: „Frankreich-Strategie darf keine Alibi-Veranstaltung sein.“

Angesichts der Diskussion um die Frankreich-Strategie der saarländischen Landesregierung kritisiert die Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände e. V. (VSU) halbherziges Vorgehen in den vergangenen Jahren. „Es reicht nicht aus, eine Frankreich-Strategie nur zu verkünden, man muss sie auch leben“, sagt Jens Colling, Geschäftsführer der VSU. Dazu gehört auf der einen Seite, deutlich mehr zweisprachige Kindergärten im Land einzurichten und auch Französisch in den Schulen noch mehr in den Fokus zu bringen, auf der anderen Seite aber auch, Hindernisse im grenzüberschreitenden Wirtschaftsleben abzubauen. „Gerade hier hakt es aber weiterhin massiv“, sagt Colling. „Unternehmen, die im Nachbarland wirtschaftlich aktiv werden wollen, haben mit erheblichen bürokratischen Hindernissen zu kämpfen.“ Hier würde er sich noch mehr Engagement der Landesregierung wünschen. „Wenn wir wirklich eine Frankreich-Strategie verfolgen wollen, darf es keine Alibi-Veranstaltung sein.“

Gleichzeitig warnt Colling vor einer einseitigen Fokussierung auf die französische Sprache. „Wenn in den übrigen Bundesländern Englisch primär erste Fremdsprache in den Schulen ist, müssen auch wir ein solches Angebot in unseren Schulen gewährleisten. Sonst wird es nicht gelingen, Fach- und Führungskräfte mit schulpflichtigen Kindern für Jobs im Saarland anzuwerben.“ In diesem Zusammenhang verweist die VSU erneut auf die noch immer stockenden Entwicklungen rund um eine internationale Schule im Saarland. „Die Eröffnung dieser Schule ist längst überfällig, wenn wir internationale Fachkräfte ins Saarland ziehen wollen“, sagt Colling. Auch Französisch könnte an dieser Schule auf dem Lehrplan stehen.

Rückfragen gerne an:
Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände e. V.
Joachim Wollschläger
Kommunikation
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