Energiepreise bringen Unternehmen unter Druck

Die stark gestiegenen Energiepreise setzen die Unternehmen im Saarland stark uner Druck. Das zeigt eine Umfrage unter den Mitgliedsunternehmen der Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände (VSU). Demnach sind gut 80 Prozent der Unternehmen von Strompreissteigerungen und über 70 Prozent von Gaspreissteigerungen betroffen. Bei jedem vierten Unternehmen hat sich der Strompreis mehr als verdoppelt, beim Gas trifft dies sogar jedes dritte Unternehmen. Teilweise sind Unternehmen mit einer Verzehnfachung des Preises konfrontiert. Für die Betriebe ist diese Entwicklung existenzgefährdend, da sie die Kosten zum Großteil nicht oder nur zu einem geringen Teil an ihre Kunden weitergeben können. Da die Mehrkosten in den Kalkulationen nicht enthalten sind, ist eine Produktion nur noch mit Verlusten möglich. Die Firmen rechnen deshalb bereits mit Umsatz und Gewinnrückgängen, Verringerung der Produktion und teilweise sogar mit Geschäftsaufgaben.

Zu den Ergebnissen

 

Im Russland-Ukraine-Konflikt

Oswald Bubel fordert bei Gasknappheit gesamtgesellschaftliche Solidarität

Bei einer Gasknappheit in Deutschland sieht VSU-Präsident Oswald Bubel sowohl Unternehmen als auch die Bürger in der Pflicht. "Wir müssen jetzt – und nicht erst in einer Notfall-Lage – alles tun, um den Gas- und Energieverbrauch zu reduzieren. Und zwar auf allen Ebenen. Bürger sind hier ebenso gefragt wie Unternehmen und Kommunen", schreibt Bubel in einem Gastbeitrag in der Saarbrücker Zeitung. Die Vorrangregelung für Bürger, die für regionale Gasstörungen gedacht war, müsse bei einer großflächigen Mangellage überprüft werden.

Energiesparen wird zu unser aller Aufgabe

Unternehmensverbände veröffentlichen Erwartungen an die Landesregierung

Katalog stellt Zukunftssicherung und Standortattraktivität in den Mittelpunkt

Das Saarland steht vor großen Herausforderungen. Zukunftssicherung ist das Kernthema, das die kommende Landesgegierung in den Fokus ihres Handelns stellen muss. Zukunftssicherung bedeutet auf der einen Seite eine gesunde und konkurrenzfähige Industrie und florierende Unternehmen in den verschiedenen Dienstleistungs-Branchen, sie bedeutet aber auf der anderen Seite auch ein attraktives Lebensumfeld, das Fachkräfte aus anderen Bundesländern und Ländern anzieht. Viele Faktoren sind hier maßgeblich, die die Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände ihn ihren "Erwartungen an die nächste Landesregierung" adressiert.

Was sich die VSU von der kommenden Landesregierung erhofft

Unsere Erwartungen - kurz zusammengefasst

Interview Oswald Bubel mit der Saarbrücker Zeitung

Verbände schalten Internet-Seite zur Ukraine-Hilfe frei

Die deutsche Wirtschaft lehnt den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine entschieden ab. In zahlreichen Statements haben das die Wirtschaftsverbände sowie einzelne Vertreter der Wirtschaft öffentlich deutlich gemacht.Jetzt geht es darum, konkrete Hilfe zu organisieren und mit den Folgen von Flucht, Sanktionen und unterbrochenen Lieferketten umzugehen. Hierfür haben die vier Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft eine gemeinsame Website eingerichtet.

Auf www.WirtschaftHilft.info informieren die Verbände über Möglichkeiten zu spenden, beantworten Fragen zu Sanktionen, Wirtschaftshilfen, Kurzarbeitergeld und der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten. Gleichzeitig soll das Engagement der Arbeitgeber und ihrer Beschäftigten in Deutschland sichtbar werden. Beispiele dafür werden auf der Internetseite erscheinen.

VSU: Beitragssteigerungen bei Krankenkassen dürfen Unternehmen nicht belasten

Die von Gesundheitsminister Karl Lauterbach angekündigte Beitragsanhebung bei den Krankenkassen sieht die Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände (VSU) mit Sorge. „Weiter steigende Sozialbeiträge sind Gift für die Konjunktur, weil sie die bereits durch die Corona-Krise angeschlagenen Unternehmen weiter belasten“, sagt VSU-Hauptgeschäftsführer Martin Schlechter. Die Unternehmensverbände haben bereits vor der Bundestagswahl von der Regierung ein Bekenntnis gefordert, dass die Sozialbeiträge nicht über 40 Prozent steigen. „Die Unternehmen haben hohe Liquiditätsprobleme, weil zwei Corona-Krisenjahre an den Reserven gezehrt haben. Zusätzlich ist mit weiteren hohen Belastungen durch den Russland-Ukraine-Krieg zu rechnen.“ In diesem Umfeld die Sozialbeiträge weiter zu erhöhen, gefährdet massiv die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Die VSU plädiert deshalb an die Politik, vor neuen Beitragssteigerungen Alternativen wie eine effizientere Verwaltung oder eine nicht-paritätische Verteilung der zusätzlichen Beiträge zu prüfen.

Saarländischer Außenhandel ist vom Krieg Russlands in der Ukraine betroffen

Bei Einfuhren dominieren Kohle und Erz, bei der Ausfuhr der Maschinenbau

Die saarländische Wirtschaft ist im Rahmen des von Russland begonnenen Kriegs in der Ukraine besonders bei den Im- und Exporten deutlich betroffen. Beim Import sind es vor allem Eisenerze, Steinkohle und Kunststoffe, die saarländische Unternehmen aus Russland beziehen. Für diese Warengruppen müssen sie nun andere Lieferländer auftun. Beim Export betrifft es Maschinen, Mineralölerzeugnisse sowie Fahrzeugteile. Im vergangenen Jahr hat das Saarland Waren in einem Wert von 436,5 Millionen Euro aus Russland eingeführt, ein Jahr zuvor waren es 229,2 Millionen Euro. Der Anteil an den Einführen insgesamt betrug 2021 2,7 Prozent. Die Ausfuhren in die russische Föderation hatten im vergangenen Jahr einen Wert von 205,1 Millionen Euro, 2020 waren es 176,6 Millionen Euro. Der Anteil dieser Region an allen Exporten des Saarlandes lag 2020 bei 1,4 Prozent. Diese Daten hat das Statistische Amt des Saarlandes veröffentlicht.

Der Außenhandel mit der Ukraine ist deutlich geringer. Die Exporte beliefen sich im vergangenen Jahr auf 31,5 Millionen Euro, ein Anteil von 0,2 Prozent aller Exporte. Importiert hat das Saarland Waren im Wert von 27,4 Millionen Euro, auch dies macht einen Anteil von 0,2 Prozent an den Importen aus. Wichtigste Warengruppen bei der Einfuhr waren im vergangenen Jahr Eisenlegierungen, chemische Halbwaren sowie Geräte zur Elektrizitätserzeugung und Verteilung. Beim Export dominierten Körperpflegemittel und Duftstoffe, Pharmazeutische Erzeugnisse und Maschinen.

BDA und DGB betonen Hilfsbereitschaft der Wirtschaft in der Ukraine-Krise

In einer gemeinsamen Erklärung verurteilen die Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund den Angriff Russlands auf die Ukraine. Gleichzeitig betonen beide Seiten, dass die Wirtschaft mit ihren Beschäftigten bereitsteht, in der Krise zu helfen. Einerseits durch die Organisation humanitärer Hilfe, auf der anderen Seite durch die Integration Geflüchteter in die Unternehmen. Für die unbürokratische Eingliederung Geflüchteter in die Betriebe müsse die Bundesregierung nun einen passenden Rahmen schaffen.
Gemeinsame Erklärung

Politik muss Standortattraktivität als Kernthema definieren

Das Saarland muss attraktiver für Zuwanderungen werden. „Die Politik muss Standortattraktivität noch viel stärker in den Fokus nehmen und so aktiv gegen Abwanderungen und den drohenden Fachkräftemangel vorgehen“, sagt Martin Schlechter, Hauptgeschäftsführer der VSU. Schlechter bezieht sich auf eine aktuelle Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft, das die Wanderbewegungen zwischen den Regionen in Deutschland untersucht hat. Die Studie zeigt, dass das Saarland zunehmend Einwohner verliert. Zwar ist die Bevölkerungszahl in den vergangenen Jahren weitgehend stabil geblieben, das sei allerdings vor allem dem Flüchtlingszustrom geschuldet, zeigt die Studie des IW. Bereinigt um diesen Sondereffekt hätten die Kreise netto im zweistelligen Bereich Einwohner verloren. „Diese Entwicklung ist vor allem beunruhigend mit Blick auf Erwerbspersonen“, sagt Schlechter.

Was das Land tun kann

 

Betriebe sind auch nach März auf Hilfen und Kurzarbeit angewiesen

„Die Corona-Pandemie wird die Wirtschaft auch in den kommenden Monaten belasten“, sagt Martin Schlechter, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände. „Deshalb ist es existenziell wichtig, dass auch über den 31. März hinaus Wirtschaftshilfen und die Sonderregeln für Kurzarbeit aufrecht erhalten werden.“ Erst vor wenigen Tagen hat das ifo-Institut in München wieder über stark steigende Kurzarbeit in Deutschland berichtet. Demnach ist die Zahl der Kurzarbeiter im Dezember von 712.000 im Vormonat auf 879.000 Menschen gestiegen. Dabei sind viele Branchen betroffen: vom Einzelhandel und Gastgewerbe, die durch die verschärften Corona-Regeln betroffen sind, bis zur Industrie, die angesichts anhaltender Lieferkettenprobleme und Materialengpässe nur eingeschränkt produzieren kann. „Die Betriebe benötigen jetzt Planungssicherheit für die kommenden Monate“, sagt Schlechter. „Die Politik muss eine Perspektive auch für die Monate nach März aufzeigen. Ein reines Fahren auf Sicht mit Kurzfristentscheidungen ist nicht sinnvoll.“ Unternehmen, die der Verantwortung für ihre Mitarbeiter nachkommen müssen, bräuchten jetzt klare Ansagen, wie sie die kommenden Corona-Monate bewältigen können.

 

Unternehmen brauchen auch in der Pandemie Planungssicherheit

"Die kurzfristigen Änderungen bei den Genesenenfristen und dem Status der Johnson-&-Johnson-Impfungen überfordern die Unternehmen", sagt Martin Schlechter, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände. "Wenn solch drastische Veränderungen bei der 3-G-Regel ohne jede Ankündigungsfrist wirksam werden, bringt das erhebliche Störungen bei den betrieblichen Abläufen mit sich."
Das Gesundheitsministerium hatte Ende vergangener Woche kurzfristig festgelegt, dass der Genesenenstatus nur noch drei Monate Gültigkeit hat statt wie bisher sechs Monate. Für eine vollständige Immunisierung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson ist außerdem eine zweite Impfung zur Vervollständigung der Grundimmunisierung nötig. Die zweite Impfung gilt deshalb nicht mehr als Auffrischungs-Impfung.
"Durch diese Änderung gelten plötzlich viele Arbeitnehmer nicht mehr als geimpft oder genesen und müssen nach der 3G-Regel nun einen tagesaktuellen Test vorlegen", sagt Schlechter. Die Arbeitgeber, die für die Zugangsregeln entsprechende Datensätze mit Impf- und Genesenenstatus angelegt haben, müssten diese nun kurzfristig überarbeiten. "Wenn die Politik in der Corona-Pandemie solche Änderungen plant, sollte sie die Wirtschaft frühzeitig mit ins Boot nehmen, damit die Unternehmen sich entsprechend vorbereiten können", sagt Schlechter.

Corona-Pandemie kostet hohen Milliarden-Betrag

Die Corona-Pandemie kostet viele hundert Millarden Euro. Das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) hat berechnet, dass bereits 350 Milliarden Euro an Wirtschaftsleistung verloren gegangen sind. In den vergangenen zwei Jahren gaben die Deutschen 270 Milliarden Euro weniger für ihren Konsum aus. Außerdem investierten die Unternehmen rund 60 Milliarden weniger. IW-Chef Michael Hüther bezeichnete die Entwicklung als Bedrohung für den Wohlstand. Die Erholung werde sich noch lange hinziehen.

Probleme bei den Produktionsprozessen

Angriff auf Eigenständigkeit der Tarifparteien

Schlechter: Politik darf Tarifverhandlungen nicht zum Wahlkampf missbrauchen

„Tarifverhandlungen sind Sache der Tarifvertragsparteien und nicht der Politik“, sagt Martin Schlechter, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände. Schlechter reagiert damit auf Aussagen der saarländischen Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger, dass die gestiegene Inflation zwingend auch höhere Tarifabschlüsse nach sich ziehen müsse. „Ein solcher Eingriff in die Tarifautonomie steht der Wirtschaftsministerin nicht zu. Es ist Aufgabe der Tarifparteien, auf Basis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der jeweiligen Branchen tragfähige Tarifverträge zu verhandeln.“

Mehr lesen: Inflation ist auch politisch gemacht

Mindestlohn ist schwerer Eingriff in die Tarifautonomie

Die geplante Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 Euro ist ein schwerer Eingriff in die Tarifautonomie. Das sagte VSU-Hauptgeschäftsführer Martin Schlechter gegenüber der „Saarbrücker Zeitung“. Die Anhebung entspreche einer Tariferhöhung von 25 Prozent. Dieser Kostensprung komme zur Unzeit mitten in der Corona-Krise und könne zu erheblichen Arbeitsplatzverlusten führen. Der Gesetzgeber greife zudem in über hundert laufende Entgelttarifverträge ein, bei denen viele zwischen Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften vereinbarte Lohngruppen bedeutungslos und Lohngitter nach oben gedrückt würden. „Bei der Einführung des Mindestlohns bestand Einigkeit darüber, dass man keinen politisch festgelegten Mindestlohn anstrebt, sondern dass die Festlegung durch die Sozialpartner in einer unabhängigen Mindestlohnkommission stattfindet. So war gewährleistet, dass ein marktgerechter Mindestlohn entsteht. Durch ihren Vorstoß hat die Regierung sich unglaubwürdig gemacht“, sagte Schlechter. Die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger dagegen lobte den Mindestlohn als „eine Lohnerhöhung für etwa 100.000 Beschäftigungsverhältnisse“ Arbeit müsse ordentlich bezahlt werden, „das gebieten Fairness und Respekt“, sagte sie. Linken-Fraktionschef Jochen Flackus forderte einen noch höheren Mindestlohn. Ab wann die Anhebung kommen soll, ist noch offen.

Wirtschaftsbündnis spricht sich für Ansiedlungspolitik aus

Ein breites Bündnis aus Verbänden, Kammern, Gewerkschaften und dem Wirtschaftsministerium spricht sich für eine aktive Ansiedlungspolitik im Saarland aus. Dafür haben VSU, IHK, HWK, IG Metall, DGB, Arbeitskammer und Wirtschaftsministerium gemeinsam eine Plakatkampagne im Saarland auf den Weg gebracht. Ziel ist es, die Bevölkerung für die Notwendigkeit neuer Ansiedlungen zu sensibilisieren, die im Strukturwandel Arbeitsplätze schaffen. Als sichtbares Signal für das gemeinsame Werben sind seit heute Morgen rund 20 Großflächenplakate in Saarlouis, Wadgassen und Überherrn zu sehen, mit denen das Bündnis um Akzeptanz für Ansiedlungen wirbt. Dort gibt es einen großen Widerstand gegen die Ansiedlung der neuen Batteriefabrik des Herstellers SVolt.

"Das Saarland braucht Industrieansiedlungen, wenn es neue Arbeitsplätze schaffen will. In diesem Zusammenhang ist die geplante Batterieproduktion im Land ein gutes Signal", sagt VSU-Hauptgeschäftsführer Martin Schlechter. "Sie weist den Weg in die richtige Richtung - nämlich die Ansiedlung von Unternehmen in den Zukunftsbereichen Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung. Ein Unternehmen im Bereich der E-Mobilität ist dabei ein erster Schritt, weitere Betriebe können folgen, über begleitende Forschung und Entwicklung kann das Saarland hier neue Kompetenz entfalten. Die volkswirtschaftlichen Langzeitwirkungen betreffen die ganze Region. Handwerks- und Zuliefererbetriebe erfahren neue Nachfrage, im laufenden Betrieb werden Partner in der Region benötigt. Auf diese Weise profitieren viele: Beschäftigte, der regionale Handel, die Kommunen und letztlich das ganze Land."

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger kommentiert das gemeinsame Engagement positiv:„Es ist ein Standortvorteil für das Saarland, dass eine breite Mehrheit in der Bevölkerung und auch die Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände, Kammern und die Landesregierung Ansiedlungen unterstützen. Ansiedlungen wie Nobilia oder die geplante SVolt-Ansiedlung bringen neue Arbeitsplätze und eröffnen dem Saarland neue Perspektiven – im Falle von SVolt im Bereich der Elektromobilität. Das ist entscheidend, um im Strukturwandel erfolgreich zu sein.“

VSU fordert Impfpflicht

Pandemie als gesamtgesellschaftliche Aufgabe begreifen

Die Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände (VSU) fordert die Politik auf, im Kampf gegen die Pandemie auch eine Impfpflicht zu beschließen und die Durchführungswege zu diskutieren. Gleichzeitig ruft die VSU auf, die Impfangebote zeitnah anzunehmen. "Die Corona-Lage ist dramatisch. Dabei haben wir mit dem Impfstoff alles, um uns aus den Fängen der Pandemie zu befreien. Leider ist es uns gesellschaftlich nicht gelungen, die Impfquoten zu erreichen, die wir dazu bräuchten. Jetzt ist es an der Zeit eine Impfpflicht als Ultima Ratio in den Blick zu nehmen“, sagt VSU-Präsident Oswald Bubel.
Mehr als ein Fünftel der Erwachsenen in Deutschland sind noch nicht geimpft. Damit bringen diese Personen sich und andere in Gefahr und das Gesundheitssystem an seine Grenzen. "Pandemiebekämpfung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Nur mit gemeinsamer Anstrengung bekommen wir diese vierte Welle in den Griff und können eine fünfte Welle abwenden", sagt Bubel.

Warum wir noch mehr impfen müssen

Was Unternehmen und Mitarbeiter über Corona wissen müssen

Schulen und Kindergärten schließen, Geschäfte sind zu, große Unternehmen stellen den Betrieb ein. So sah die Situation im Saarland noch im März aus ein ganzes Land im Griff eines winzigen Virus. Und auch der zweite Lockdown zum Jahresende hält viele in Atem. Wir halten Sie über die neuesten Entwicklungen rund um Corona auf dem Laufenden. Aktuelle Informationen finden unsere Mitglieder auf den Spezialseiten zu Corona.  

Die wichtigsten Informationen rund um das Virus

Warum wir Ansiedlungen brauchen

Das Saarland soll auch weiter Industrieland bleiben

Wohlstand in Deutschland ist vor allem durch die Industriebedingt. Ohne werthaltige Arbeitsplätze verlieren wir Wertschöpfung und Einkommen. Gerade in einem Industrieland wie dem Saarland ist es deshalb wichtig, auch künftig gute Industriearbeitsplätze zu sichern. Das Thema muss schon deshalb erste Priorität bei Politik und Bevölkerung haben, da durch den Wechsel von der Verbrennertechnik zur E-Mobilität viele Tätigkeiten hier im Land wegfallen werden. Umso wichtiger ist es, mit einer aktiven Ansiedlungspolitik in den Bereichen Elektrifizierung, Digitalisierung und Automatisierung neue Arbeitsplätze zu schaffen. VSU-Hauptgeschäftsführer Martin Schlechter hat sich deshalb in einem Gastbeitrag in der "Saarbrücker Zeitung" dafür ausgesprochen, die geplante Ansiedlung der Batterieproduktion in Überherrn und Heusweiler nicht wegen Bürgerprotesten voreilig zu blockieren. Vielmehr sei es wichtig, dem Unternehmen die entscheidenden Fragen zur Ansiedlung zu stellen und einen geordneten Prüfprozess zu durchlaufen. Eine Auseinandersetzung, die weniger auf der Basis von Fakten als vielmehr von Emotionen stattfinde, schade dem Image des Saarlandes. "Hier gilt es, auf eine sachliche Grundlage zurückzukehren" schreibt Schlechter. Er fordert ein starkes Signal aller Beteiligten, von der Politik ebenso wie von Gewerkschaften und Unternehmen, dass das Saarland auch in Zukunft Industrieland bleibt und als Industrieland Zukunft hat.

Gastbeitrag in der Saarbrücker Zeitung

Unternehmertag benennt wichtige Herausforderungen

Klimaschutz ohne Industrie ist nicht möglich

Beim Saarländischen Unternehmertag hat der Präsident der Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände, Oswald Bubel, ein Bekenntnis zur Industrie eingefordert. Klimaschutz sei zurzeit das drängendste Problem. Allerdings müsse die Industrie aktiv in den Klimaschutz eingebunden werden, denn eine Politik gegen die Industrie und ihre Beschäftigten könne nicht funktionieren. „Eine Klimapolitik, die in großem Maße Arbeitsplätze kostet und damit den Menschen ihre Lebensgrundlage entzieht, ist zum Scheitern verurteilt, weil sie auch den Rückhalt in der Bevölkerung verliert.“ Er appellierte deshalb an dei Politik die Industrie beim Klimaschutz aktiv einzubinden. „Nutzen Sie das Know-how unserer Unternehmen. Denn sie können aktiv beim Klimaschutz helfen. Es sind die klugen Ingenieure, die die Technik entwickeln, mit der wir am Ende nicht nur in Deutschland, sondern weltweit CO2 einsparen“, sagte Bubel.

Der Festredner des Abends, Prof. Dr. Dr. Clemens Fuest, Präsident des ifo-Instituts in München, betonte, dass bei Klimaschutz die Zeit knapp werde. Die bisherigen CO2-Einsparungen in Deutschland seien in den vergangenen 20 Jahren vor allem durch den industriellen Abbau in der DDR möglich gewesen. Nun blieben nur noch acht Jahre, um eine deutlich höhere Einsparung zu realisieren. Dies sei die Zeit, die es üblicherweise für den Bau eines Windrads benötige. Fuest sagte, dass wir uns darauf einstellen müssten, dass trotz aller Bemühungen der CO2-Ausstoß weiter steigen werde und neben den Maßnahmen gegen den Klimawandel auch Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel ergriffen werden müssten.

Fuest: Lieferprobleme halten noch an

VSU-Präsident fordert aktiven Klimaschutz mit Einbindung der Industrie

Vier Schulen werden beim Saarländischen Unternehmertag ausgezeichnet

Bildungspreis der Saarländischen Wirtschaft für gelungene Konzepte der Inklusion in der Berufsvorbereitung

Beim Saarländischen Unternehmertag im Saarbrücker Schloss haben VSU-Präsident Oswald Bubel und Innen-Staatssekretär Matthias Seel vier Schulen mit dem Bildungspreis der Saarländischen Wirtschaft ausgezeichnet. Der Bildungspreis wird von der Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände e.V. (VSU) gemeinsam mit der Stiftung der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes e.V. (Stiftung ME Saar) vergeben. In dieserm Jahr stand der Preis unter dem Motto „Auf dem Weg in ein selbstbestimmtes inklusives Leben – Gelungene Konzepte für junge Menschen mit Behinderung in der Berufsfindungsphase“.

Die vier Preisträger sind:

  • Bliestalschule Förderschule Lernen, Oberthal
  • Gemeinschaftsschule Bruchwiese, Saarbrücken
  • Wingertschule – Staatliche Förderschule soziale Entwicklung im Gebundenen Ganztag, Neunkirchen
  • Galileo-Schule Bexbach, Gemeinschaftsschule des Saarpfalzkreises

VSU-Präsident Oswald Bubel lobte das Engagement in den Schulen. "Gerade junge Menschen mit Förderbedarf brauchen besondere Unterstützung auf ihrem Weg in das Berufsleben. Es sind die individuellen Fähigkeiten zu erkennen und auszubauen", sagte er. "Sie alle arbeiten mit großem Einsatz dafür, dass die Schülerinnen und Schüler mit ihren persönlichen Einschränkungen eine gute berufliche Zukunft haben."

Der Bildungspreis ist mit 16.000 Euro dotiert und wird gleichmäßig auf die vier Preisträgerschulen verteilt.

Wie Inklusion in der Berufsvorbereitung gelingen kann

Fünf Jahre Berufswahl-SIEGEL – neun Saar-Schulen werden ausgezeichnet!

Die Anzahl der saarländischen Schulen mit herausragenden Angeboten im Bereich der Berufs- und Studienorientierung ist auf insgesamt 22 SIEGEL-Schulen angestiegen. Die Partner der Initiative „Berufswahl-SIEGEL Saarland“ haben heute im Rahmen einer hybriden Veranstaltung das Qualitätssiegel an neun Schulen verliehen. Vertreterinnen und Vertreter der ausgezeichneten Schulen nahmen persönlich an der Auszeichnungsfeier in der Handwerkskammer des Saarlandes teil. Gleichzeitig wurde die Ehrung virtuell übertragen.

Vier Schulen aus dem letzten Projektzyklus sind nach einer pandemiebedingten Pause heute erstmalig mit dem Berufswahl-SIEGEL ausgezeichnet worden: Das Berufliche Oberstufengymnasium der Günter-Wöhe-Schulen und die Gemeinschaftsschule Heusweiler (Friedrich-Schiller-Schule) in Saarbrücken sowie die Gemeinschaftsschule Bexbach (Galileo-Schule) und die Gemeinschaftsschule Homburg I (Robert-Bosch-Schule) in Homburg.

mehr zum Berufswahl-Siegel 2021

Digitalisierung ermöglicht Automatisierung komplexer Tätigkeiten

IAB-Studie: Hohe Zunahme in Spezialistenberufen

Mit der zunehmenden Digitalisierung steigt auch der Anteil der Tätigkeiten, die potenziell von Computern erledigt werden können. Das zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Demnach steigen die potenziell wegfallenden Tätigkeiten in Fachkraftberufen mit 4,6 und Spezialistenberufen mit 4,8 Prozentpunkten zwischen 2016 und 2019 besonders stark an. In den Helferberufen ist der Anteil mit 0,7 Prozentpunkten am wenigsten stark gestiegen. Die Studie zeigt, dass durch den Einsatz neuer digitaler Technologien zunehmend komplexe Tätigkeiten automatisiert werden können. „Die in den letzten Jahren marktreif gewordenen Technologien sind eher auf die Substitution komplexerer Tätigkeiten ausgerichtet“, sagt Britta Matthes, Leiterin der IAB-Forschungsgruppe „Berufe in der Transformation“. 2019 arbeiteten in Deutschland 11,34 Millionen Personen in einem Beruf, in dem eine große Zahl der Tätigkeiten heute schon potenziell von Computern erledigt werden könnte.  

zur IAB-Studie

Lösch: Wasserstoff schnell als wichtigen Baustein verstehen

Der stellvertretende BDI-Hauptgeschäftsführer Holger Lösch hat die Politik aufgefordert, bei der Wasserstoff-Technik mit mehr Elan vorzugehen. "Wasserstoff ist für Deutschland eine große technische Chance", sagt Lösch in einer Diskussionsveranstaltung beim Tag der Industrie. Einerseits müsse bereits jetzt klar sein, dass Wasserstoff künftig ein wichtiger Teil der deutschen Energieversorgung sein werde. Deshalb sei es fahrlässig, bei der Entwicklung dieser Technik zu warten. Außerdem könne Wasserstofftechnologie, die in Deutschland entsteht, in der ganzen Welt helfen, CO2-Emissionen zu senken. "Deutschlands Hebel ist wesentlich größer als die zwei Prozent, die wir hier im Land reduzieren können. Wir können damit weltweit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten." Der australische Botschafter Philip Green sagt angesichts der geplanten großflächigen Wasserstoffproduktion in seinem Land: "Deutsche Unternehmen werden dabei eine wichtige Rolle spielen."

Wasserstoff bietet deutschen Unternehmen großes Potenzial

VSU: Fairer-Lohn-Gesetz belastet öffentliche Haushalte und untergräbt Sozialpartnerschaft

Die Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände (VSU) sieht das geplante „Fairer-Lohn-Gesetz“ der Landesregierung höchst kritisch. „Das geplante Gesetz belastet nicht nur die öffentlichen Haushalte durch den Wegfall des Wettbewerbs, es untergräbt auch die Sozialpartnerschaft von Arbeitnehmern und Arbeitgebern“, sagt VSU-Hauptgeschäftsführer Martin Schlechter. Die VSU wird das Gesetz, das jetzt in die Anhörung geht, aufmerksam prüfen.
„Das Grundgesetz gestattet es den Unternehmen und Gewerkschaften im Rahmen der Koalitionsfreiheit Arbeitsbedingungen auszuhandeln, ebenso garantiert es über die negative Koalitionsfreiheit, sich gegen eine Tarifbindung zu entscheiden“, sagt Schlechter. Es sei bedenklich, wenn die Politik sich gegen diese grundgesetzlich gesicherte Freiheit stellt und sich in die Tarifpolitik einmischt. Wenn Politik zugunsten einer Seite Arbeitsbedingungen bestimme und per Gesetz festlege, säge sie am bewährten Prinzip der Sozialpartnerschaft. Vielmehr sei es Aufgabe der Gewerkschaften, sich für ihre Mitglieder attraktiv zu machen und so von Arbeitnehmerseite den Rückhalt für die Verhandlungen mit Arbeitgebern zu erhalten. Ein „Fairer-Lohn-Gesetz“ wird vor allen Dingen die Kommunen als wichtiger Auftraggeber für öffentliche Investitionen belasten. Sie können ihren Zuschlag nun nicht mehr nach dem Prinzip der guten Haushaltsführung vergeben, sondern müssen erst mit erheblichem bürokratischem Aufwand prüfen, ob die jeweils vorgegebenen Tarifkriterien eingehalten werden.
Die VSU sieht in dem Gesetz außerdem eine unnötige Doppelstruktur. „Zum Schutz gegen Lohndumping gibt es den gesetzlichen Mindestlohn und in vielen Branchen einen Branchen-Mindestlohn“, sagt Schlechter. Saarländische Unternehmen, die öffentliche Aufträge ausführen wollen, müssen sich selbstverständlich daran halten.

Wirtschaft kritisiert Lieferkettengesetz

Schlechter: Neues Gesetz ist Bürokratiemonster

Die saarländische Wirtschaft kritisiert das neue Lieferkettengesetz. Das geplante Gesetz sei in der aktuellen Form eine Belastung für die Unternehmen, sagt Martin Schlechter, Hauptgeschäftsführer der Saarländischen Unternehmensverbände (VSU) und des Verbands der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes (ME Saar). „Viele Unternehmen haben hunderte direkte Zulieferer“, sagt Schlechter „Wenn sie nun all diese Zulieferer kontrollieren sollen, ist das ein erheblicher bürokratischer Aufwand“, sagt er. Er fürchtet, dass die Wirtschaft im Lnd dadurch einen erheblichen Wettbewerbsnachteil erleidet. Dass sich, wie vom Gesetzgeber beabsichtigt, durch das Gesetz an der Menschenrechtslage etwas ändert, sei dagegen kaum zu erwarten. 

Bürokratiemonster Lieferkettengesetz

Schlechter: Wir müssen auch über längere Lebensarbeitszeit diskutieren können

Demografische Entwicklung wird zur Gefahr für das Rentensystem

Angesichts eines drohenden Kollapses der Rentenversicherung erwartet VSU-Hauptgeschäftsführer Martin Schlechter von der Politik auch eine Diskussion über eine verlängerte Lebensarbeitszeit. „Wenn Menschen immer älter werden, führt kein Weg daran vorbei, auch die Lebensarbeitszeit den neuen Gegebenheiten anzupassen“, sagt Schlechter. Durch die demografische Entwicklung und die längere Lebensarbeitszeit müssen immer weniger Arbeitnehmer immer mehr Rentner finanzieren. Während bei der Konzeption des Sozialsystems unter Konrad Adenauer noch fünf Arbeitnehmer einen Rentner finanziert haben, liegt die Last nun auf weniger als zwei Arbeitnehmern. „Das Verhältnis aus Arbeits- und Rentenphase darf nicht so verschoben werden, dass die jungen Menschen über Gebühr belastet werden“, sagt Schlechter. „Es muss deshalb erlaubt sein, auch über einen späteren Renteneintritt nachzudenken. Sonst ist die Belastung für die Generation unserer Kinder nicht mehr zu schultern.“

Rentensystem in Schieflage

Unsere Dachverbände und Partner-Initiativen

Als starker Verband wirken wir nicht nur vor Ort im Saarland, sondern engagieren uns gemeinsam mit unseren Dachverbänden und Partnern auch für Ordnungspolitik und eine ausgewogene Soziale Marktwirtschaft im Bund. Damit der Wirtschaftsstandort Deutschland auch künftig konkurrenzfähig bleibt.